News des Hochschulinformationsbüros
STUDIUM + PRAXIS + SCHNITTSTELLENKOMPETENZ = STUDIUMPLUS
Unternehmen zahlen Studium und Lebensunterhalt
Das duale Studium wird zunehmend beliebter. Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis stößt bei Studierenden wie bei Unternehmen auf breite Akzeptanz.
An dieser Stelle stellen wir ein solches duales Studiensystem vor - StudiumPlus an der Fachhochschule Gießen-Friedberg.
Angeboten werden die Studiengänge Betriebswirtschaft, (Wirtschafts-)Ingenieurwesen sowie Leitungs- und Bildungsmanagement im Elementarbereich.
Studienvoraussetzung ist ein Vertrag mit einem der über 330 Mitgliedsunternehmen des sogenannten Competence Centers Duale Hochschulstudien. Diese überwiegend aus der Region Mittelhessen stammenden Unternehmen übernehmen die praktische, die Fachhochschule Gießen-Friedberg am Standort Wetzlar die theoretische Ausbildung. Gemeinsam gestalten Hochschule und Unternehmen in Kuratorien die Studiengänge um eine bestmögliche Verzahnung von Theorie und Praxis zu erreichen.
In den Bachelorstudiengängen wechseln sich Praxisphasen im Unternehmen mit Theoriephasen an der Fachhochschule ab. Die Praxisphasen finden jeweils in den Semesterferien statt und werden durch Betreuerinnen und Betreuer seitens der Fachhochschule und des Unternehmens unterstützt. Jede Praxisphase wird im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Die Bewertung erfolgt durch die Betreuerinnen und Betreuer.
Im aufbauenden Masterstudiengang ist der Praxisanteil in zwei Projektphasen gegliedert. Diese Projektphasen finden semesterübergreifend statt. Anschließend wird die praxisnahe Master-Thesis erstellt, die zum international anerkannten Abschluss „Master of Arts“ führt.
Das Standard-Lehrprogramm von StudiumPlus wird vom Land Hessen bezahlt. Alle weiteren Angebote werden über die Beiträge der Mitgliedsunternehmen des Competence Centers finanziert. Zu diesen Zusatzangeboten zählen Kleingruppenarbeit, die Praxisphasenbetreuung, Mentorenprogramme und Räumlichkeiten, aber auch Etiketteseminare und Wirtschaftsethik.
Neben den Praxis- und Projektphasen ist das Thema Schnittstellenkompetenz integraler Bestandteil des StudiumPlus und findet als Blockveranstaltung mit Seminarcharakter statt. Die Angebote reichen dabei von Führungs- und Sozialkompetenz, IT-Kompetenz, Wirtschaftsenglisch, Projektmanagement, Betriebsethik bis zu Unternehmergesprächen. Im Bereich des dualen Masterstudienganges werden Inhalte wie beispielsweise das Modul Ethik und interkulturelle Kompetenzen vermittelt.
„Schnittstellenkompetenz ist heutzutage eine entscheidende Qualifikation im Berufsleben. Wir vermitteln deshalb parallel zu den fachlichen Inhalten wesentliche Fähigkeiten, effektiv zu arbeiten, Menschen zu motivieren und klar zu kommunizieren.“, berichtet Professor Harald Danne, leitender Direktor des Wissenschaftliches Zentrums Dualer Hochschulstudien an der FH Gießen-Friedberg.
Während der gesamten Studiendauer erhalten die zurzeit fast 600 Studierenden eine monatliche Vergütung. Empfohlen wird den Unternehmen der aktuelle BAföG-Höchstsatz, um den Lebensunterhalt der Studierenden sicherzustellen.
Die IG Metall unterstützt den weiteren Ausbau der dualen Studiengänge und fordert bedarfsdeckende Angebote. Zugleich legt sie wert auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen in Betrieb und Hochschule. Eine Umfrage des IG Metall-Bezirks Baden-Württemberg hat deutlich gemacht, dass Entgeltbedingungen, Arbeitszeiten und die Übernahme nach dem Studium noch deutlich zu verbessern sind. Ebenso ist die Qualität des Studiums an vielen Hochschulstandorten nicht so wie sie sein sollte. Dual Studierende, insbesondere in den sogenannten ausbildungsintegrierten Studiengängen klagen über die hohe zeitliche Belastung und die mangelnde Abstimmung zwischen Betrieb und Hochschule. In einem Projekt befasst sich das Ressort Allgemeine Bildungspolitik beim IG Metall Vorstand mit diesen Fragen. Ziel ist es, die Forderungen nach mehr Qualität der dualen Studiengänge zu präzisieren und diese in Hochschulen und Qualitätssicherung bekannt zu machen.
Ansprechpartner der IG Metall:
Dr. Bernd Kaßebaum (
bernd.kassebaum(at)igmetall.de)
Dieser Artikel ist erschienen in der achten Ausgabe der
"Schnittstelle - Informationen der IG Metall für Studium und Beruf"
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- Links:


www.studiumplus.de

