CeBIT

12 Prozent mehr Geld mit Tarif

20.03.2017 | Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen der ITK-Branche haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 12 Prozent mehr Entgelt erhalten als jene in Betrieben ohne Tarifvertrag. Doch nicht nur beim Geld müssen viele Beschäftigte Abstriche machen, wie die neue Erhebung "Entgelt in der ITK-Branche 2017" zeigt.

© IG Metall

Erneut konnten die Beschäftigten der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) bei ihren Einkommen deutlich zulegen. Zumindest jene in tarifgebundenen Unternehmen. Dort stiegen die Entgelte der Angestellten im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 2,8 Prozent. Die Beschäftigten in nicht tarifgebundenen Unternehmen mussten sich mit lediglich 1,6 Prozent begnügen.

Damit verdienen Angestellte in tarifgebundenen Unternehmen der ITK-Branche inzwischen im Schnitt 12 Prozent mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Unternehmen. Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, sagt zur Entwicklung: "Das zeigt: Tarifverträge sorgen für deutlich bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen."
 

"Entgelt in der ITK-Branche 2017" ist für 19,90 Euro im Buchhandel erhältlich, und als eBook für 17,99 Euro in allen gängigen eBook-Stores. Mitglieder der IG Metall kostet die Broschüre über die IG Metall vor Ort nur 4,90 Euro. Auch die eBook-Ausgabe der Erhebung können Mitglieder günstiger bekommen: Für ebenfalls 4,90 Euro können sie einen entsprechenden Download-Code in Ihrer Geschäftsstelle erhalten. Mit dem Code lässt sich das eBook auf http://www.entgelt-in-der-itk-branche.de/ herunterladen. Auf der CeBIT liegt ein Exemplar am Stand D03 der IG Metall in Halle 11 aus.


Die Zahlen gehen aus der neusten IG Metall-Erhebung "Entgelt in der ITK-Branche 2017" hervor, die die IG Metall jährlich zur Computermesse Cebit veröffentlicht. Die Broschüre liefert detaillierte Informationen zu Gehältern diverser Jobfamilien der Informations- und Telekommunikations-Branche sowie deren Entwicklung über die vergangenen Jahre.

Auch bei der Arbeitszeit zeigen Tarifverträge Wirkung: In tarifgebundenen Unternehmen arbeiten rund 47 Prozent, der Großteil der Beschäftigten, mit einer Wochenarbeitszeit von bis zu 37,5 Stunden. In nicht tarifgebundenen Unternehmen arbeitet der Großteil der Beschäftigten (rund 52 Prozent) vertragsgemäß 40 Stunden in der Woche.

Gemeinsam für eine faire Arbeitswelt

Der ITK-Sektor ist mit über einer Million Beschäftigten der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Aktuelle Themen wie Big Data, künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Industrie 4.0 führten nicht nur zu einer starken Nachfrage nach Software-Spezialisten. Die Digitalisierung verändert auch stark den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen in der Branche - und wird dies auch weiterhin tun. Christiane Benner: "Gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten wollen wir eine Arbeitswelt gestalten, in der es fair und gerecht zugeht."

Die aktuelle Arbeitszeitkampagne der IG Metall sei dafür ein zentraler Baustein. "In der zunehmend digitalisierten Welt ist eine gute Arbeitszeitpolitik ein wichtiger Schlüssel für mehr Teilhabechancen, eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben sowie den Erhalt von Gesundheit und Qualifikation", betont die Gewerkschafterin.

Die Broschüre "Entgelt in der ITK-Branche 2017", inzwischen in der 19. Auflage, sorgt mit Blick auf die Einkommen für Transparenz. Mit über 39.000 Entgeltdaten aus mehr als 152 Betrieben bietet sie seit vielen Jahren einen fundierten Einblick in aktuelle Jahresgehälter sowie deren Entwicklung. Daneben enthält sie detaillierte Informationen zu Ausbildung, Dualem Studium und weiteren branchenspezifischen Themen. Die Broschüre liegt auch auf der Cebit am Messestand D03 der IG Metall aus, zu finden in Halle 11 im Bereich "Job & Career Market".

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