IG Metall fordert Ende der Gewalt in Myanmar

08.04.2021 | Eine Welle der Gewalt erschüttert seit zwei Monaten Myanmar. Proteste gegen die militärische Machtübernahme werden brutal unterdrückt. Die Machthaber gehen hart gegen Gewerkschaften und ihre Führer vor. 20 Gewerkschaftsführer werden mit Haftbefehl gesucht. Der IG Metall-Vorsitzende und Präsident von IndustriALL Global, Jörg Hofmann, fordert ein Ende der Gewalt.

Die Gewerkschaften spielen eine wichtige Rolle im Kampf um die Rückkehr der Demokratie nach Myanmar. Sie fordern eine Rückkehr zu der vom Volk gewählten zivil geführten Regierung. Während der Einsatz von Gewalt des Militärs gegen die friedlichen Demonstranten eskaliert, wiederholen die Gewerkschaften in Myanmar die dringende Notwendigkeit wirtschaftlicher Sanktionen.

Jörg Hofmann und Valter Sanches, der Generalsekretär on IndustriALL Global Union, fordern die Militärführung von Myanmar auf, die Demokratie wiederherzustellen und die internationalen Menschenrechtsnormen einzuhalten. IndustriALL Global Union und ihre Mitgliedsorganisationen stehen in Solidarität mit den Brüdern und Schwestern in Myanmar, die friedlich für ihr Land protestieren. Die Verhaftungen, Verletzungen und Todesfälle, die durch Militäraktionen verursacht werden, müssen sofort aufhören, heißt es in einer Erklärung.

IndustriALL Global appelliert an den UN-Sicherheitsrat, wirtschaftliche Sanktionen gegen die für den Putsch verantwortlichen Militärführer zu verhängen, und fordert ein weltweites Waffenembargo gegen Myanmar. Alle internationalen Unternehmen, die im Land tätig sind, sollen alle direkten oder indirekten Geschäftsbeziehungen oder finanziellen Verbindungen zu Unternehmen, die sich im Besitz des Militärs befinden, beenden. Sie werden aufgefordert, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Freilassung der Gefangenen zu erreichen, demokratische Institutionen wiederherzustellen und die Menschen- und Arbeitsrechte aller Arbeiter und Arbeiterinnen in Myanmar zu garantieren.

Die weiteren Forderungen der internationalen Gewerkschaften:

  • Die Aufhebung des Ausnahmezustandes.
  • Die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.
  • Die Verteidigung des Rechtes des Volkes von Myanmar, seine politische Führung frei zu wählen.
  • Die Aufhebung der Einschränkungen der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu fordern.
  • Keine Arbeiter- oder Gewerkschaftsführer dürfen dafür bestraft werden, dass sie sich friedlichen Demonstrationen gegen den Putsch anschließen.