Integration

13.11.2015 | IG Metall und thüringische Metall- und Elektroindustrie erleichtern Qualifizierung von Flüchtlingen und heißen sie willkommen

Frankfurt am Main/ Erfurt. Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen (VMET) und die IG Metall Mitte haben vereinbart, dass der Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung (TV IJB) künftig auch für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive gelten soll, unabhängig vom Alter. Damit können Flüchtlinge Einstiegsqualifikationen in M+E-Unternehmen zu tarifvertraglichen Bedingungen absolvieren.  

"Flüchtlinge sind willkommen. Diejenigen mit einer Bleibeperspektive sollen aus unserer Sicht schnell integriert werden, das geht in erster Linie über Beschäftigungsmöglichkeiten und Qualifizierung. Dabei darf die Situation nicht für Lohndumping und den Ausbau von Leiharbeit missbraucht werden“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.  

"Wir haben bereits im Januar diesen Jahres in einer gemeinsamen Erklärung mit der IG Metall Zuwanderer in Thüringen willkommen geheißen und auf die große Bedeutung der Beschäftigung bei der Integration hingewiesen. Auch unterstützen wir gemeinsam mit vielen anderen das Bündnis Mitmenschlich in Thüringen. Ohne Weltoffenheit und Toleranz ist wirtschaftlicher Erfolg einer exportorientierten Branche in einer globalen Ökonomie nicht denkbar", sagt Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen.  

"Rassistischen Vorurteilen und Hetze werden wir uns entschieden entgegenstellen“, erklären Köhlinger und Fauth gemeinsam. Das Recht auf die Würde und körperliche Unversehrtheit von Menschen sei nicht zu diskutieren. IG Metall und VMET empfehlen daher, jeder fremdenfeindlichen Äußerung und jedem fremdenfeindlichen Verhalten nachzugehen und wenn es erforderlich ist, die Situation von Flüchtlingen und den Abbau von Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen auch in den Betrieben zu thematisieren.

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