Automobile Welten im Umbruch

IG Metall fordert Transformationskurzarbeitergeld und strategischen Dialog für Sachsen-Anhalt

26.06.2019 | Hannover – Auf der heutigen Automobilkonferenz haben rund 100 Teilnehmer aus Betriebsräten und Interessenvertretungen der Automobil- und Zuliefererindustrie mit Experten aus Wissenschaft und Politik über Herausforderungen debattiert, die sich aus dem Strukturwandel in der Automobilindustrie ergeben.

Thorsten Gröger, Berzirksleiter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Foto: Heiko Stumpe)

Dabei standen insbesondere die Folgen für Beschäftigung im Vordergrund.  Bezirksleiter Thorsten Gröger stellte heraus: „Die bevorstehenden Umbrüche erfordern ein erweitertes Arbeitsmarktinstrument, da die betroffenen Betriebe ihre Produktion erheblich oder komplett umstellen und dies über einen voraussichtlich längeren Zeitraum. Das von uns entwickelte Transformationskurzarbeitergeld erfüllt diese Anforderungen an Umschulung und Qualifizierung, wir stoßen hier aber noch auf erhebliche Widerstände. Was für das Auslaufen der Kohle geht, sollte für die nachhaltige Umstellung auf saubere Mobilität aber erst recht möglich sein!“

Gröger weiter: „Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hängen viele Arbeitsplätze von der Automobilindustrie ab. Während in Niedersachsen der Strategiedialog mit Politik, Wirtschaft und Betriebsräten bereits begonnen hat, haben wir nicht den Eindruck, dass die Landesregierung in Sachsen-Anhalt ein vergleichbares Vorhaben mit uns anstrebt. Dies ist aus unserer Sicht dringend erforderlich, denn in der Zuliefererindustrie sind zehnmal mehr Beschäftigte als in der Kohleindustrie, für die sich das Land bereits stark engagiert hat.“

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