Students meet engineers

Studierende und Ingenieur*innen diskutieren aktuelle Trends im Engineering

09.11.2020 | Die jährliche Vernetzungstagung des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fand aufgrund der Corona-Situation dieses Mal in kompakter Form als Online-Konferenz statt. Dennoch diskutierten viele Studierende mit technischen Expert*innen aktuelle Trends im Engineering. Zentrale Frage war, wie Nachhaltigkeitsstandards elementarer Bestandteil der Arbeit in diesem Bereich werden können.

Ausgangspunkt der Diskussionen war die aktuelle Transformation der Arbeitswelt. Hier referierte Prof. Dr. Thomas Vietor vom Institut für Konstruktionstechnik der Technischen Universität Braunschweig über aktuelle Entwicklungen und die Auswirkungen auf den Ingenieurberuf. Festzustellen ist, dass sich Berufsfelder und Qualifikationsinhalte durch Transformationsprozesse rasch ändern. Zu nennen sind die Transformation der Automobilwirtschaft hin zu anderen Antriebsformen oder die umfangreiche Digitalisierung der Industrie.

Vertiefende Diskussionen zu den im Eingangsreferat aufgestellten Thesen ermöglichten die Diskussionsgruppen. Ingo Rauhut vom VDI, dem Arbeitsdirektor von IAV Dr. Uwe Horn und Susanne Preuk von Volkswagen standen als Experten für die Frage der Karriereentwicklung in Unternehmen zur Verfügung. Auf das Thema Nachhaltigkeit wurde sich hingegen im Workshop von Stefanie Brauer (Blue Engineering e.V.) und Josip Biskupovic (Betriebsrat und Mitglied des Aufsichtsrates IAV) konzentriert. In einem dritten Workshop konnte die Frage vertieft werden, wie sich Technik und Geschäftsfelder zukünftig entwickeln. Sebastian Sinning (Leiter Corporate Business Development IAV), Mark Bäcker (Gesamtbetriebsratsvorsitzender IAV) und Kai Bliesener (Koordinator Automobilindustrie beim Vorstand der IG Metall) gaben diesbezüglich Auskunft.

Einen Ausblick, welche Rolle die IG Metall bei der Gestaltung der Transformation einnimmt, gaben die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, Garnet Alps und der Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger. Deutlich wurde, dass viele Unternehmen keine Strategie haben, wie sie mit der sich verändernden Arbeitswelt umgehen wollen. Diese Tatsache darf jedoch nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. Für die IG Metall ist zentral, dass Investitions- und Innovationsstrategien der Arbeitgeber, eine strategische Personalentwicklung und Qualifizierung sowie Zukunftsvereinbarungen einerseits die Sicherheit der Beschäftigung garantieren und andererseits an hohe ökologische Standards gekoppelt werden.