Ansprechpartner an der Hochschule

An den Hochschulen gibt es ebenfalls Interessenvertretungsstrukturen. Sie helfen Dir bei Fragen rund um die Hochschule und das studentische Leben weiter.

Verfasste Studierendenschaft
Die studentische Interessenvertretung ist in den Bundesländern verschieden geregelt. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es verfasste Studierendenschaften. Das bedeutet, dass die Studierenden aus ihrer Mitte Vertreter/-innen wählen, die sie bei der Durchsetzung ihrer Interessen unterstützen. Diese gibt es auf Fakultätsebene und hochschulweit: die Fachschaftsräte, Studierendenparlamente und Studierendenräte, ASten, usw. Die verfasste Studierendenschaft hat insbesondere die hochschulpolitischen, sozialen und kulturellen Belange der Studierenden in Hochschule und Gesellschaft wahrzunehmen. Sie hat die Aufgabe, die politische Bildung der Studierenden und die Verwirklichung der Aufgaben der Hochschule zu fördern. In diesem Sinne nimmt sie für ihre Mitglieder ein politisches Mandat wahr. Diese rechtliche Formulierung bedeutet, dass sich die Studierendenschaften auch politisch positionieren können um für ihre Interessen nach außen einzustehen. In der Regel finden zur Information und zur Abstimmung Vollversammlungen statt, zu denen jede Studentin und jeder Student kommen kann.

Die Interessenvertretung kann individuell genutzt werden, wenn man selbst ein bestimmtes Problem hat. In so einem Fall kann zum Beispiel der Fachschaftsrat helfen. Die Interessenvertretung kann aber auch für alle Studierenden aktiv werden. So sind sie bei der Neubesetzung von Professuren stimmberechtigt und haben Einfluss auf die Studienorganisation. Leider gibt es für Studierende kaum Mitbestimmungsrechte, sondern sie können eher in einigen Bereichen mitwirken. Dennoch setzen die Studierenden durch öffentlichkeitswirksame Aktionen an der ein oder anderen Stelle ihre Interessen durch (siehe Bildungsstreik).

Gewerkschaftliche Hochschulinformationsbüros
Auch die IG Metall ist an vielen Hochschulen durch die gewerkschaftlichen Hochschulinformationsbüros (HiBs) vertreten. In den HiBs engagieren sich Studierende ehrenamtlich und bieten anderen Beratung und Unterstützung an. Bei Fragen zum Beispiel zum Jobben kann man sich zur arbeitsrechtlichen Anfangsberatung an die Kommiliton/-innen im HiB wenden. Auch bei Fragen zur Studienfinanzierung steht das HiB mit Rat und Tat zur Seite. Sollten die Beraterinnen und Berater vor Ort nicht mehr weiterwissen, vermitteln sie kompetente Ansprechpartner/-innen zum jeweiligen Thema.

Über die Beratung hinausgehend informieren die Hibs auch über Gewerkschaften zum Beispiel in Abendveranstaltungen aber auch in Vorlesungen, in die sie von Professorinnen und Professoren mit ihrem Know-How dazu geholt werden. Denn viele Studierende wissen kaum etwas über Gewerkschaften, obwohl der größere Teil im Berufsleben von den Leistungen der Gewerkschaften profitieren wird.

Die HiBs sind unabhängige Institutionen und mischen sich auch hochschulpolitisch ein. Sie bestehen parallel zu den gesetzlichen Gremien und können auf die Angebote und Kompetenzen der Gewerkschaften zurückgreifen. Zum Beispiel auf die Kompetenzen der IG Metall …


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