Studie Atypische Beschäftigung WSI

Junge Beschäftigte häufig befristet

26.06.2019 | Die Befristung junger Beschäftigter bleibt auf hohem Niveau laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen (WSI) Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Die Studie betrachtet Trends und Verbreitung atypischer Beschäftigung. Dazu zählt für das WSI befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Teilzeit mit unter 20 Wochenstunden.

 

Alter ist dabei der wichtigste Einflussfaktor. In der jüngsten betrachteten Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren sind über 30% der Beschäftigungen atypisch. Wichtig ist dabei, das Ausbildungsverhältnisse nicht mit in die Analyse fallen. Dies liegt an den hohen Befristungszahlen in dieser Altersgruppe.

 

Zusätzlich beobachtet das WSI einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Während Leiharbeit tendenziell eher von jungen Männern ausgeführt wird, ist Teilzeit ein lebenslanges Frauenproblem. Bei Frauen bleibt auch nach der Befristungszeit der Anteil atypischer Beschäftigung hoch. Das liegt an der Zuschreibung von Kinderbetreuung als Aufgabe für Frauen. Während Männer bei zunehmendem Alter sicherere Arbeitsverhältnisse ergattern, bleibt ein knappes Drittel der Frauen prekär beschäftigt.

 

Link zur Studie: www.boeckler.de/pdf/p_wsi_pb_34_2019.pdf

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