gesetzliche Änderungen

Das ändert sich 2019

04.01.2019 | Mit Jahresbeginn treten einige neue Gesetze in Kraft. Alles was für studentische Beschäftigte gilt findet ihr hier.

Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit Anfang des Jahres 9,19 Euro pro Stunde und soll auch 2020 noch mal 16 Cent pro Stunde steigen. Die gesetzliche Lohnuntergrenze wird alle zwei Jahre neu festgelegt. Das heißt, dass die Mindestlohn-Kommission voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2020 wieder eine weitere Anhebung des Mindestlohns beraten wird.

 

 

Krankenkassenbeiträge

Ab 1. Januar 2019 zahlen die Arbeitgeber wieder die Hälfte der Krankenkassenbeiträge. Für die gesetzlich Versicherten bedeutet das: mehr Geld in der Tasche. Dafür hat die IG Metall lange gekämpft.

Der Bundestag hat die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Für die Beschäftigten ist das eine gute Nachricht. Sie werden bei den Gesundheitskosten entlastet und zahlen den Zusatzbeitrag nur noch zur Hälfte. Der Beschluss korrigiert eine Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen, die seit 2005 Bestand hatte. Damals brach die Politik mit dem Grundsatz, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Krankenkassenbeiträge teilen. Nun wird die bewährte Praxis wiederhergestellt. Dies gilt auch für alle Studierenden, die normal sozialversicherungspflichtig arbeiten, zum Beispiel duale Studierende und alle die in der Regel mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.

 

Der Krankenversicherungsbeitrag in der studentischen Pflichtversicherung beträgt vorerst weiterhin 66,33 Euro plus ggf. kassenabhängiger Zusatzbeitrag. Beachtet, dass der Beitragssatz im Zuge der geplanten BAföG-Reform voraussichtlich steigen wird! In der Pflichtversicherung sind Studierende ab 25 versichert, die nicht mehr unter die Familienversicherung fallen[1].

Arbeit auf Abruf

Wenn keine feste Arbeitszeit vereinbart ist, sondern nach Bedarf gearbeitet wird, nennt sich das Arbeit auf Abruf. Ist keine Ankerarbeitszeit im Arbeitsvertrag vorhanden gilt seit dem 1.1.2019 eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche. Außerdem wurde ein Korridor eingeführt, in dessen Grenzen von der Ankerarbeitszeit abgewichen werden darf. Jede Woche können bis zu 25% mehr Stunden oder bis zu 20% weniger Stunden gearbeitet werden.

 

Midi-Job

Alle Midi-Jobber*innen können sich schon den 1.7.2019 in den Kalender schreiben. Mitte des Jahres verändern sich Gleitzone (von 850 Euro Obergrenze auf 1300 Euro Obergrenze) und Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge. Mehr Jobs fallen dann in den Midi-Job Bereich und bei gleichbleibendem Entgelt verringern sich die Beiträge.

 

Kindergeld

Ebenfalls ab Juli steigt das Kindergeld für das 1.und 2. Kind auf 204 Euro, für das 3. Kind auf 210 Euro und für jedes weitere Kind auf 235 Euro im Monat. Eine weitere Erhöhung um 15 Euro je Stufe und Monat ist für 2021 geplant.

 

 

 


[1] Ab dem 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester gilt für Studierende die „freiwillige Krankenversicherung“. Die aktuellen Änderungen dazu findet ihr bei der DGB Jugend: jugend.dgb.de/meldungen/studium/++co++516b0132-feea-11e8-bbf7-525400d8729f/

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