Arbeitszeit

Happy Birthday acht-Stunden Tag

01.01.2019 | Am 1.1.1919 trat der acht-Stunden Tag in Kraft. Als erster Erfolg der Gewerkschaften nach ihrer Anerkennung durch die Arbeitgeber ist der Kampf um die Arbeitszeit prägend für das Verhältnis zwischen den Tarifparteien.

Seit Jahresbeginn 1918 galten acht Stunden Arbeitszeit als Normalarbeitszeit. Treu nach dem Motto „Acht Stunden Arbeiten, acht Stunden Schlafen, acht Stunden Freizeit“ konnten die Gewerkschaften eine ihrer ältesten Forderungen durchsetzen.

Der acht-Stunden Tag wurde bei vollem Lohnausgleich durchgesetzt. Das heißt die Arbeiter*innen bekamen für weniger Arbeit den gleichen Monatslohn. Durch das Recht der Soldaten ihren Arbeitsplatz wieder zu bekommen, gab es ausreichend Arbeitskräfte, um den Betrieb trotzdem aufrecht zu erhalten.

Das wurde erreicht als im November 1918 die Arbeitgeber die Gewerkschaften als Vertreterinnen der Arbeiter*innen anerkannten. Unter dem Eindruck der Novemberrevolution unterzeichneten die Arbeitgeber das Stinnes-Legien-Abkommen, das sie mit den Gewerkschaften ausgehandelt hatten. Dies gilt als Beginn der Tarifpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Gleichzeitig wurden die Vorgänger der Betriebsräte in den Betrieben eingeführt.

Einen guten Überblick über den acht-Stunden Tag und die weiteren arbeitszeitpolitischen Erfolge der Gewerkschaften gibt der Beitrag des Deutschlandfunks: https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-acht-stunden-tag-der-lange-kampf-um-faire.724.de.html?dram:article_id=437117

 

 

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