Hintergrund

Was tun gegen rechts an der Hochschule?

19.08.2016 | Reaktionäres Denken in und um Hochschulen: Die rechte Vergangenheit an der Hochschule reicht bis heute. Ein Plädoyer für gewerkschaftliches Engagement.

© Initiative Respekt

© Initiative Respekt

vom students-at-work-Team der DGB-Jugend

Dass an deut­schen Uni­ver­si­tä­ten ab 1933 Men­schen, die nicht ins na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Bild pass­ten, sys­te­ma­tisch aus­ge­schlos­sen wur­den, ras­se­n­ideo­lo­gi­sche, an­ti­se­mi­ti­sche und men­schen­feind­li­che For­schung be­trie­ben und un­lieb­sa­me Ver­öf­fent­li­chun­gen ver­nich­tet wur­den, dürf­te als fa­schis­ti­sches Wir­ken in der Wis­sen­schaft hin­läng­lich be­kannt sein. Der in­tel­lek­tu­el­le Kampf der Rech­ten be­gann aber nicht erst mit den Na­tio­nal­so­zia­listen und en­de­te auch nicht 1945. Lei­der.

Be­reits wäh­rend der Wei­ma­rer Re­pu­blik herrsch­te in wei­ten Tei­len der Ge­sell­schaft ei­ne an­ti­se­mi­ti­sche, deutschna­tio­na­le Grund­stim­mung. Die­se mach­te auch vor den Uni­ver­si­tä­ten nicht halt. Ver­an­stal­tun­gen von jü­di­schen Pro­fes­sor_in­nen wur­den ge­stört, mi­li­ta­ris­ti­sche und fa­schis­ti­sche Ma­ni­fes­te mach­ten die Run­de und Stu­den­ten­ver­ei­ni­gun­gen wa­ren im Sin­ne der deutschna­tio­na­len Sa­che un­ter­wegs und ter­ro­ri­sier­ten Kom­mi­li­ton_in­nen.
 
Be­reits 1926 grün­de­te sich der Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Deut­sche Stu­den­ten­bund (NSDStB) und wur­de ein Sam­mel­be­cken für an­ti­de­mo­kra­tisch, an­ti­bür­ger­lich, an­ti­se­mi­tisch und völ­kisch ein­ge­stell­te Stu­die­ren­de. In Ber­lin brach­te der Bund 1928 die For­de­rung ins Stu­den­ten­par­la­ment ein, einen Nu­me­rus Clau­sus für "fremd­blü­ti­ge Stu­den­ten" ein­zu­füh­ren. Die­ser An­trag wur­de mit großer Mehr­heit an­ge­nom­men. Die ag­gres­si­ve, aus­gren­zen­de, de­mo­kra­tie- und durch­aus in­tel­lek­tu­el­len­feind­li­che Stim­mung an Hoch­schu­len wur­de wei­test­ge­hend von der Stu­die­ren­den­schaft ge­tra­gen.

Der NSDStB ließ sei­nen Wor­ten auch Ta­ten fol­gen. Mit der "Ak­ti­on wi­der den un­deut­schen Geist" wur­de zur Zen­sur auf­ge­ru­fen, wel­che im Mai 1933 als Bü­cher­ver­bren­nung an meh­re­ren deut­schen Hoch­schul­stand­orten ih­ren Hö­he­punkt fand. Kurz zu­vor trat ein Ge­setz ge­gen die Über­fül­lung der Hoch­schu­len in Kraft, wel­ches Ju­den, zahl­rei­chen po­li­tisch und welt­an­schau­lich un­er­wünsch­ten Grup­pen und Frau­en den Hoch­schul­zu­gang er­schwer­te bis ver­un­mög­lich­te.

Die Hoch­schu­len der Wei­ma­rer Re­pu­blik wa­ren kein Hort der Frei­heit und Gleich­be­rech­ti­gung und un­ter­stüt­zen den Auf­stieg Hit­lers und des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus. Auch hier zeigt sich, dass das bis heu­te be­ste­hen­de Vor­ur­teil, dass ras­sis­ti­sche, men­schen­feind­li­che Ein­stel­lun­gen ein Pro­blem man­geln­der Bil­dung sei, falsch ist. Rech­te Po­si­tio­nen fin­den sich in al­len Tei­len  der Ge­sell­schaft, so auch in de­ren so ge­nann­ter aka­de­mi­scher Spit­ze. Der dum­me Stie­fel­na­zi ist ein Ste­reo­typ, der ein ge­samt­ge­sell­schaft­li­ches Pro­blem zu ei­nem Rand­phä­no­men ver­harm­lost und da­durch an­ti­fa­schis­ti­sche Ar­beit eher be­hin­dert. Aber zu­rück zu den Ent­wick­lun­gen im Nach­kriegs­deutsch­land und den rech­ten Kon­ti­nui­tä­ten in der Leh­re.

Rechte Ideen in Wissenschaft und Lehre

Nach En­de des Zwei­ten Welt­kriegs lief die Ent­na­zi­fi­zie­rung bei den Hoch­schul­leh­ren­den nur schlep­pend an. Je nach Be­sat­zungs­zo­ne ver­blie­ben un­ter­schied­lich vie­le Leh­ren­de mit na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schem Hin­ter­grund im ak­ti­ven Dienst oder um­gin­gen die Prüf­maß­nah­men. Im Zu­ge der Re­stau­ra­ti­on 1949 schaff­ten es vie­le Alt­na­zis wie­der zu­rück an die In­sti­tu­te. Ent­na­zi­fi­zie­rung fand an Hoch­schu­len bei­der deut­scher Staa­ten al­so de fac­to nicht statt.

Die Hoch­schul­leh­re knüpf­te nicht nur per­so­nell rechts­kon­ser­va­tiv an, auch ideo­lo­gisch wur­de in den meis­ten Fach­dis­zi­pli­nen oh­ne große Brü­che an be­ste­hen­de Theo­ri­en und For­schun­gen an­ge­knüpft. So in den Er­zie­hungs­wis­sen­schaf­ten, in den Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten und nicht zu­letzt in der Bio­lo­gie (nach­zu­le­sen in dem Buch "Al­te und Neue Rech­te an den Hoch­schu­len").

Erst En­de der 1960er Jah­re skan­da­li­sier­ten Stu­die­ren­de in der BRD die feh­len­de Auf­ar­bei­tung der NS-Zeit an den Hoch­schu­len und läu­te­ten mit den Be­stre­bun­gen der De­mo­kra­ti­sie­rung auch einen Wan­del in der Leh­re ein. Den­noch gibt es bis heu­te Wis­sen­schaft­ler_in­nen, die ein rech­tes Welt­bild ver­tre­ten oder un­kri­tisch auf Kon­zep­te zu­rück­grei­fen, die so­zia­le Ver­hält­nis­se bio­lo­gi­sie­ren und da­mit als un­ab­än­der­lich dar­stel­len. Noch bis En­de der 1990er Jah­re wur­de zum Bei­spiel am In­sti­tut für Hu­man­bio­lo­gie in Ham­burg von den ras­se­ty­pi­schen Merk­ma­len von Ju­den und "Ne­gern" ge­spro­chen, neue­ren For­schungs­er­geb­nis­sen zum Trotz.

Nach wie vor hal­ten ein­zel­ne Bio­lo­g_in­nen am Ras­se­kon­zept fest, ob­wohl spä­tes­tens seit der Ent­schlüs­se­lung des mensch­li­chen Ge­noms An­fang der 2000er Jah­re ge­klärt ist, dass der ge­ne­ti­sche De­ter­mi­nis­mus in­kl. der Vor­stel­lung von Men­schen­ras­sen ob­so­let ist.

# What to do – ein Blick hin­ter die Ku­lis­sen #
Ge­schich­te wird ge­macht. Hoch­schu­len stel­len sich sehr viel­fäl­tig dar und ver­mit­teln den Aus­schnitt ih­rer Ge­schich­te, den sie für an­ge­mes­sen hal­ten. Es fällt auf, dass ei­ne wei­ße, männ­lich ge­präg­te Ge­schich­te ge­schrie­ben wird und die Jah­re 1933-45 oft nur in Kurz­fas­sung ab­ge­han­delt wer­den. Setzt euch da­für ein, dass die Ge­schich­te eu­rer Hoch­schu­le in al­len Fa­cet­ten dar­ge­stellt wird. Fragt, wer an der Uni lehrt. Wel­che Per­so­nen wer­den erst gar nicht be­nannt? Wer wird ge­ehrt?

Auch wenn es sich um Min­der­hei­ten­po­si­tio­nen im Wis­sen­schafts­be­trieb han­delt, fin­den sie doch im­mer wie­der ih­re Ver­brei­tung. Denn an Hoch­schu­len pro­du­zier­tes bzw. von Wis­sen­schaft­ler_in­nen ver­kün­de­tes Wis­sen ist wirk­mäch­tig, da an­geb­lich ob­jek­tiv, neu­tral und von Ex­per­t_in­nen ab­ge­seg­net. Mit dem Stem­pel der Wis­sen­schaft­lich­keit lässt sich dann auch je­de noch so dis­kri­mi­nie­ren­de und men­schen­ver­ach­ten­de Hal­tung ver­meint­lich le­gi­ti­mie­ren. Oh­ne von Ras­se zu spre­chen, ar­gu­men­tier­te zum Bei­spiel Thi­lo Sar­ra­zin in sei­nem Buch "Deutsch­land schafft sich ab" mit an­geb­lich bio­lo­gisch fest­ge­leg­ten Ei­gen­schaf­ten und Ver­hal­tens­mus­tern, um sei­ne ras­sis­ti­schen An­sich­ten zu le­gi­ti­mie­ren.

Dass die Hoch­schu­le frei von rechts­po­pu­lis­ti­schen Ide­en blei­ben soll­te, ist auch des­halb so wich­tig, weil Hoch­schul­ab­sol­vent_in­nen häu­fig in Mul­ti­pli­ka­tor_in­nen-Po­si­tio­nen sind und ihr in der Uni Er­lern­tes hi­n­aus in die Welt tra­gen. Ge­werk­schaf­ten for­dern, dass Bil­dung an Hoch­schu­len ne­ben der fach­li­chen Aus­bil­dung kri­tisch-re­fle­xi­ves Den­ken för­dert und ih­ren Bei­trag zu ei­ner of­fe­nen und de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft leis­tet.

# What to do – Au­gen auf #
Habt ein of­fe­nes Au­ge, was an eu­rem Fach­be­reich ge­lehrt wird. Sprecht an, wenn ras­sis­ti­sche, an­ti­se­mi­ti­sche, an­ti­mus­li­mi­sche oder na­tio­na­lis­ti­sche In­hal­te in Ver­an­stal­tun­gen ver­mit­telt wer­den. In­ter­ve­niert, wenn Do­zent_in­nen oder Stu­die­ren­de rech­te Po­si­tio­nen be­zie­hen. Mund auf ge­gen rechts!

Ge­dan­ken­gut, das sich ge­gen die Gleich­heit und Frei­heit der Men­schen rich­tet, fin­det sich aber nicht nur im Be­reich der Na­tur­wis­sen­schaf­ten. Ein all­seits be­kann­tes Bei­spiel ist der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der Par­tei Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land Bernd Lu­cke. Der ehe­ma­li­ge Sti­pen­di­at und Ver­trau­ens­do­zent der Stu­dien­stif­tung des Deut­schen Vol­kes ist Pro­fes­sor für Ma­kro­öko­no­mie an der Uni Ham­burg. Er pro­pa­giert, dass Ge­ring­ver­die­ner_in­nen noch we­ni­ger be­kom­men und die So­zi­al­hil­fe noch stär­ker ge­kürzt wer­den soll.

Die­sen So­zial­chau­vi­nis­mus er­gänzt er noch ras­sis­tisch, in­dem er bei­spiels­wei­se for­dert, dass die So­zi­al­hil­fe für Ein­wan­der_in­nen auf das Ni­veau ih­res Her­kunfts­lan­des ge­kürzt wird. Mit der Idee, dass Men­schen un­ter­schied­lich viel wert sind und dass Ge­sell­schaf­ten hier­ar­chisch und nicht gleich­be­rech­tigt ge­stal­tet sein sol­len, ist der Schul­ter­schluss zu rech­ter Ideo­lo­gie ge­zo­gen. Und es ist voll­kom­men egal, ob die Ver­tre­ter_in­nen sich selbst als Rech­te se­hen oder nicht.

# What to do - Wir sind de­mo­kra­tisch #
Macht euch stark für ei­ne of­fe­ne, so­zia­le und de­mo­kra­ti­sche Ge­sell­schaft - auf der Stra­ße, an der Hoch­schu­le, im All­tag!

Re­ak­tio­näre Vor­stel­lun­gen be­tref­fen aber nicht nur Fra­gen der (un­ter­stell­ten) Her­kunft und der so­zia­len Hier­ar­chie, son­dern ver­su­chen auch fast aus­nahms­los, die Ge­schlech­ter­dis­kri­mi­nie­rung zu be­grün­den. Ob­wohl end­lich auch Hoch­schu­len zu Ge­schlech­ter­ge­rech­tig­keit for­schen und leh­ren, fin­den sich im­mer noch ve­he­men­te Wi­der­sa­cher_in­nen. Mit bio­lo­gi­schen und his­to­ri­schen The­sen ver­su­chen sie, die po­li­tisch ge­mach­te Un­gleich­heit zu recht­fer­ti­gen.

So hat jüngst der Pro­fes­sor und Pflan­zen­ex­per­te Ul­rich Kut­sche­ra von der Uni Kas­sel von sich Re­den ge­macht, in­dem er hin­ter Gleich­stel­lungs­po­li­tik und Ge­schlech­ter­for­schung ei­ne qua­si-re­li­gi­öse Grup­pie­rung ver­mu­te­te, die ent­ge­gen na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Er­kennt­nis­se die Gleich­heit der Ge­schlech­ter be­haup­te.

Dies er­gänz­te Kut­sche­ra durch die Aus­sa­ge, dass die Part­ner_in­nen­wahl bei al­len Men­schen wie bei "Ur­vie­chern" ab­lau­fe. Sol­che se­xis­ti­schen Po­si­tio­nen sind an­schluss­fä­hig an bzw. Teil von rech­te(n) Ideo­lo­gi­en, die ei­ne ver­meint­lich na­tür­li­che Ge­schlech­ter­ord­nung pos­tu­lie­ren. Sie un­ter­stüt­zen die re­ak­tio­näre Vor­stel­lung, dass Kör­per und Na­tur Platz­an­wei­ser der Ge­sell­schaft sind oder sein soll­ten.

Sich für glei­che Rech­te für al­le stark zu ma­chen, heißt für uns auch, dass jeg­li­che Dis­kri­mi­nie­rung an­ge­gan­gen wer­den muss. Die Wis­sen­schaft soll ei­ner ge­rech­ten, fried­li­chen und de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft die­nen. Da­zu braucht es kei­ne Wis­sen­schaft, die be­ste­hen­de Un­gleich­heit auch noch för­dert, son­dern ei­ne kri­tisch-re­fle­xi­ve Wis­sen­schaft. So­zial­chau­vi­nis­mus, Ras­sis­mus und Se­xis­mus ha­ben we­der in der Ge­sell­schaft, noch an der Hoch­schu­le ir­gend­was ver­lo­ren.

Burschenschaften und andere rechte Gruppierungen

Bis heu­te be­ste­hen stu­den­ti­sche Ver­bin­dun­gen und Bur­schen­schaf­ten, die rech­tes Ge­dan­ken­gut le­ben. Al­len vor­an fin­den sich im bur­schen­schaft­li­chen Dach­ver­band Deut­sche Bur­schen­schaft stramm rech­te Ge­dan­ken, die von den fast 70 Mit­glieds­bur­schen­schaf­ten in das Hoch­schul­le­ben ge­tra­gen wer­den.

Das rech­te Den­ken zeigt sich schon bei der Aus­wahl der Mit­glie­der: Nur Män­ner dür­fen ein­tre­ten. Frau­en wer­den zum schmücken­den Bei­werk ab­ge­stem­pelt und neh­men le­dig­lich an den frag­wür­di­gen ge­sell­schaft­li­chen An­läs­sen teil. Ein wei­te­res Auf­nah­me­kri­te­ri­um der Deut­schen Bur­schen­schaft ist das Deutsch­tum. Da­mit ist ex­pli­zit nicht die Staats­bür­ger_in­nen­schaft ge­meint, son­dern die Zu­ge­hö­rig­keit zum "deut­schen Volks­tum".

Klar, dass solch ei­ne Zu­ge­hö­rig­keit nur qua Ge­burt er­langt wer­den kann. Auch neh­men vie­le Bur­schen-schaf­ten kei­ne Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rer auf. Vie­le der Tra­di­tio­nen in Bur­schen­schaf­ten sind an Hier­ar­chie, Un­ter­ord­nung und Leis­tungs­prin­zip ori­en­tiert. Be­ju­beln von Mi­li­tär, Männ­lich­keit, Hier­ar­chie und Na­ti­on? Das ken­nen wir aus der deut­schen Ge­schich­te und fin­den, dass dies ei­ner Ge­sell­schaft wi­der­spricht, die auf Gleich­heit und De­mo­kra­tie be­ru­hen soll­te.

Das ver­meint­li­che Leis­tungs­prin­zip zeigt sich auch im Selbst­ver­ständ­nis der ein­zel­nen Bur­schen­schaf­ter. Aus Bur­schen­schaf­ten tritt man/Mann nicht aus und ver­steht sich so­wie­so als Eli­te. Man(n) bleibt sich ein Le­ben lang ver­bun­den, strebt mög­lichst ein­fluss­rei­che Po­si­tio­nen an und trägt oben ge­nann­tes Welt­bild in die Ge­sell­schaft.

Zum Glück schei­nen die Bur­schen­schaf­ten mit ih­rem Kon­zept nicht mehr son­der­lich vie­le Stu­den­ten an­zu­lo­cken, auch wenn sie mit ex­trem güns­ti­gem Wohn­raum und Ge­mein­schafts­an­ge­bo­ten um neue Mit­glie­der buh­len. Üb­ri­gens: Auf dem Pa­pier be­ken­nen sich Bur­schen­schaf­ten zu De­mo­kra­tie und Frei­heit. Doch das schrift­li­che Be­kennt­nis nach au­ßen ist nicht viel wert, wenn im In­nern Hier­ar­chie, Se­xis­mus und Ras­sis­mus zum Selbst­ver­ständ­nis ge­hö­ren.

An einer Hochschule für alle haben Burschenschaften nichts verloren.

Na­zis und Rechts­po­pu­list_in­nen sind heu­te an den meis­ten Hoch­schu­len un­ter­wegs. Sie wer­ben dort mehr oder we­ni­ger of­fen­sicht­lich für ih­re Zie­le. Sie prä­gen die Dis­kur­se in Hoch­schu­le und Ge­sell­schaft mit und stre­ben nach Mei­nungs­ho­heit. Ge­werk­schaf­ter_in­nen stel­len sich dem ent­ge­gen und ma­chen sich ge­gen Neo­na­zis­mus, Ras­sis­mus, Ge­walt und men­schen­ver­ach­ten­de Het­ze stark.

Des­halb: Mah­nen und Er­in­nern, Pro­tes­tie­ren und Skan­da­li­sie­ren, Räu­me schaf­fen für al­le!

Des­halb:Bil­det euch und an­de­re, macht den Mund auf und mischt euch ein, er­obert Räu­me zu­rück und seid so­li­da­risch mit de­nen, die be­trof­fen sind. An­re­gun­gen fin­det ihr in den Ma­te­ria­li­en der DGB-Ju­gend.