Entwicklungsdienstleister

Zusammenarbeit statt Konkurrenz

15.07.2019 | „Werkverträge müssen mitbestimmt werden“, lautet eine der Forderungen der ersten Entwicklungsdienstleister-Konferenz. 120 Betriebsräte und Aktive arbeiten gemeinsam daran, dass hochqualifizierte Arbeit ebenso niveauvolle wie innovative Standards bei Entgelt und Arbeitsbedingungen bekommt.

V.l.n.r.:Bernd Osterloh, Vorsitzender Gesamt- und Konzernbetriebsrat Volkswagen AG; Michaela Städele, Vorsitzende Gesamtbetriebsrat Valmet Automotive Engineering GmbH; Jürgen Hirschmann, Mitglied des Betriebsrates, Ford-Werke GmbH Köln und Mark Bäcker, Vorsitzender Gesamtbetriebsrat IAV Automotive Engineering GmbH, Sprecher des EDL-Arbeitskreises der IG Metall. Foto: Giulia Daley.

Während die Betriebsräte im Einsatzbetrieb für die Leiarbeitnehmer*innen schon viel regeln, ist dies bei Werkvertragsnehmer*innen selten möglich. Hier können die Betriebsräte nur teilweise bei umfangreichen Vergabeverträgen mitreden. Dann machen sie gute Arbeitsbedingungen beim Dienstleister zur Voraussetzung der Werksvergabe.

Wissen entsteht auch mit Erfahrung. Dies im Betrieb zu halten erfordert langfristige Perspektiven für die Beschäftigten. „Mehr als 14% unserer Beschäftigten wechseln jedes Jahr zu Automobilherstellern oder anderen Entwicklern.“, beklagt Michaela Städele mit Stand 2017 von Valmet auf der Tagung. Damit verliert der Betrieb Know-How. Mit den im neuen Tarifvertrag vereinbarten besseren Arbeitsbedingungen bei Valmet, wird diese Quote sicher niedriger ausfallen.

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