Politische Mythen entkräften – Positionen und eigene Argumente schärfen

Politische Mythen erleben in Krisenzeiten, in gesellschaftlichen und politischen Umbruchphasen, häufig Konjunktur. Sie geben scheinbar Sinn, bieten oberflächlich Orientierungsmöglichkeiten, interpretieren oder rechtfertigen Handlungen. Mythen wirken in die Gesellschaft hinein, aber sie dienen auch dazu, sich nach außen abzugrenzen.

In aktuellen Debatten sind wir mit vielen politischen Mythen konfrontiert. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Migration oder Europa, um Marktwirtschaft, Wettbewerb oder den Sozialstaat. Da werden Dinge behauptet und da wird auch Stimmung gemacht: gegen vermeintlich Faule, Schmarotzer oder Andersdenkende, gegen Menschen aus anderen Ländern oder politische Gegner. Immer geht es dabei auch um die prinzipielle Frage, wie wir zukünftig leben wollen: in einer ausgrenzenden oder in einer solidarischen Welt.

Im Seminar beleuchten wir politische Mythen und stellen ihnen Daten und Fakten gegenüber. Wir diskutieren ihre Wirkungsweise und Konsequenzen für das Zusammenleben der Menschen. Es geht darum, die eigene Argumentation für die Auseinandersetzung zu stärken und gewerkschaftliche Vorstellungen von einer solidarischen Zukunft kennenzulernen.

Themen im Seminar:

  • Politische Mythen – Funktion, Grundmotive und gesellschaftliche Konsequenzen
  • Ausgewählte aktuelle politische Kontroversen und Mythenbildungen
  • Konstruktion von vermeintlichen Schicksalsgemeinschaften und die Abwertung schwacher
    Gruppen
  • Solidarische Zukunftsmodelle

Hinweise zur Anmeldung und die Seminarnummer finden sich im Bildungsprogramm für (dual) Studierende.

 

Ort:
IG Metall Bildungszentum Sprockhövel
Datum:
Sonntag, 11. Oktober 2020
bis:
Freitag, 16. Oktober 2020